Studiengebühren in NRW bedeuten soziale Diskriminierung

DLF-Interview mit Dietmar Bell

Audiostream Interview mit dem DLF, 18.09.2019

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 18.09. in der Sendereihe ‚Campus und Karriere‘ unterstrich Dietmar Bell nochmals seine zentralen Kritikpunkte an der von der schwarz-gelben Landesregierung beabsichtigten Einführung von Gebühren für Studierwillige aus Nicht-EU-Ländern.

Bell betonte, dass viele Studierende aus Drittstaaten sich von den Gebühren abschrecken ließen in NRW ein Studium aufzunehmen. Dies sei offenkundig soziale Diskriminierung, so Bell. Darüber hinaus stehe der bürokratische Mehraufwand zur Erhebung der Gebühren in keinem Verhältnis zum erzielbaren finanziellen Ertrag. Die Erfahrungen aus Baden-Württemberg, die Studiengebühren für Drittstaatsangehörige eingeführt haben, würden genau das belegen. Ein spürbarer Rückgang von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten und ein geringer finanzieller Mehr-Ertrag, mit dem sich kaum sie Qualität der Lehre verbessern ließe, so der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion.