Soziale Situation der Studierenden in den Blick nehmen –

Mehr Wohnraum für Studierende

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Die schwierige Situation für Studierende auf dem Wohnungsmarkt war heute auf Antrag der SPD-Fraktion Gegenstand der Plenardebatte. Angemessene und bezahlbare Wohnungen in Hochschulstädten zu finden, ist kein leichtes Unterfangen. Daher ist besonders für Studierende der öffentlich geförderte Wohnraum, der angemessene Mietpreise gewährleistet, von enormer Bedeutung.

Allerdings nur gerade 7% der Studierenden in NRW leben in öffentlich geförderten Studierendenwohnraum. Damit fällt NRW im Ranking der Bundesländer weit zurück. Nach Ansicht der SPD ein Umstand, dem mit einem entschiedenen Mehr an öffentlichen Investitionen für die Sanierung und Schaffung studentischen Wohnraums entgegengewirkt werden muss. Allerdings seien auch im Haushaltsentwurf für 2022 wieder keine Mittel dafür eingestellt worden, so Dietmar Bell, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Das Thema studentischer Wohnraum beschäftigt den Landtag nicht zum ersten Mal. Bereits 2018 hatte die SPD ein massives Investitionsprogramm von 550 Millionen Euro gefordert. Geschehen ist von Seiten der schwarz-gelben Landesregierung aber nichts, außer vollmundige Versprechungen, die nicht eingelöst wurden. „Die Bilanz dieser Landesregierung ist …erschreckend. Die Zahl öffentlich geförderter Wohnheimplätze nimmt weiter ab. (…) Die Versorgungsquote sinkt – das ist eine Bilanz des Scheiterns“, so Bell. Die SPD fordert daher, dass das Land die Studierendenwerke, als größter Investor für Studierendenwohnheime, in die Lage versetzt, mit einer Aufstockung der finanziellen Mittel, alten Wohnraum zu sanieren und neuen zu schaffen. Nur dazu muss die Landesregierung entsprechende Mittel endlich zur Verfügung stellen. Das würde die Studierendenwerke in die Lage versetzen, „einen substantiellen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot von Studierenden zu leisten“, betonte Bell.