„Forschung und Wissenschaft als Impulsgeber des Strukturwandels“

Auf Einladung von Prof. Wolfgang Marquardt besuchte der Arbeitskreis Wissenschaft der SPD-Landtagsfraktion das Forschungszentrum Jülich (FZJ). Das war nicht der erste Besuch der Landespolitiker, die sich bereits zum wiederholten Mal im Gespräch vor Ort über die Arbeit des Forschungszentrums informiert haben. Diesmal ging es schwerpunktmäßig um die Frage, welchen Beitrag das FZJ zum Strukturwandel im Rheinischen Revier leisten kann.

Die Region, die maßgeblich durch den Braunkohle-Tageabbau geprägt ist, steht angesichts von Klimawandel und Energiewende vor großen Herausforderungen. Das Forschungszentrum will aktiv mit seinen Ressourcen und wissenschaftlichen Know How, den Struktwandel im Rheinischen Revier begleiten und vorantreiben. Prof. Marquardt stellte dafür ein Bündel von Maßnahmen vor, wie das Braunkohlerevier zu einer Vorzeigeregion für eine biobasierte Wertschöpfung werden könnte. Dazu sollen Akteure aus der Wirtschaft, der Forschung und anderen gesellschaftlich relevanten Organisationen in Innovationszentren zusammengeführt werden, um Weichen für strukturwirksame Impulse zu stellen.

Das FZJ regt u.a. die Einrichtung eines Living Lab an, um einen beschleunigten Übergang zu nachhaltigen und emissionsarmen Produktionsprozessen und zur Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen mit wissenschaftlicher Expertise zu unterstützten. „Es war ein spannender und anregender Austausch mit Prof. Marquardt. Seine Ausführungen haben gezeigt, wie Wissenschaft und Forschung‚ Wandlungsprozesse nicht nur begleiten können, sondern als maßgebliche Impulsgeber und gewissermaßen regionale Kristallisationskerne fungieren können, um den notwendigen Strukturwandel proaktiv zu gestalten“, so Dietmar Bell, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.