„Die Lehrerversorgung ist nicht ausreichend“

In vielen Kommunen, so auch in Wuppertal, haben Grundschulen nur eine Lehrerversorgungsquote von 70-80%. Darüber hinaus fehlen SonderpädagogInnen, die insbesondere auch für die inklusive Beschulung von Kindern mit Behinderungen notwendig sind. Eine gute bis sehr gute Lehrerversorgung haben ausschließlich die Gymnasien vorzuweisen.

An Schulen in Nordrhein-Westfalen fehlen in den kommenden zehn Jahren rund 15.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen. Gleichzeitig ist trotz dieses Lehrermangels mit einem Überhang von 16.000 Absolventinnen und Absolventen für das Lehramt an Gymnasial- und Gesamtschulen zu rechnen. Diese Schieflage in der Lehrerversorgung ist allerdings bereits heute traurige Realität und zeigt sich auch bei uns in Wuppertal sehr deutlich.

Betrachtet man konkret die Versorgung mit Lehrkräften im Bereich der sonderpädagogischen Förderung zum jetzigen Zeitpunkt, so ist die Situation geradezu dramatisch. Viele Stellen bleiben unbesetzt, da keine geeigneten BewerberInnen zur Verfügung stehen.

BellBialasNeumann: „Insgesamt stellt sich die Lehrerversorgung in NRW sehr ungerecht dar. Perspektivisch wird sich dieses Ungleichgewicht in der Stellenversorgung sogar noch verschärfen. So können beste Bildung und Inklusion in Nordrhein-Westfalen nicht gelingen. Deshalb muss die Landesregierung jetzt schnell reagieren und für eine gerechtere Versorgung über alle Schulformen hinweg sorgen