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wertvoller letzter Tag in Tabarka
Heute Morgen begann der Tag mit einem Besuch des Deputierten in den Räumen der Verwaltung von Tabarka. Unbeschreibliche Bilder: Wir mussten uns den Weg durch eine Menschenmenge “kämpfen” die alle arbeitslos waren und dort täglich ihre Unterstützung abholen müssen. Das ist wirklich sehr bedrückend gewesen. In Deutschland eine undenkbare Situation. Der Deputierte empfing uns mehr als freundlich – ich kannte ihn bereits von unserem letzten Besuch. Er zeigte sich erfreut, dass aus dem 1. Besuch im Juni eine Zusammenarbeit mit ADAK entsteht – auch für ihn ein ermutigendes Signal der Unterstützung der tunesischen Gesellschaft nach der Revolution.
Anschließend hatten wir eine lange Diskussion mit dem Regionalbeauftragten für Tourismus – er sucht dringend ausländische Investoren für die ausgewiesene touristische Zone in Tabarka. Die liegt unmittelbar in Stadtnähe am Meer. Seine Vorstellung ist weitere Hotelkomplexe zu errichten und so möglichst viele Touristen in die Region zu holen. Ich habe angeregt über Projekte nachhaltiger touristischer Entwicklung nachzudenken, von der auch insbesondere die verarmte Landbevölkerung profitieren kann. Ich glaube das gerade die Frage wie auch die tunesische Bevölkerung von einer touristischen oder auch wirtschaftlichen Entwicklung profitieren kann, in den Mittelpunkt von Zukunftsstrategien gehört.
Anschließend Besuch des Cafe Andalus – es gilt als eines der schönsten in ganz Tunesien. Danach die fantastischen Crevetten aus Tabarka probiert – sehr sehr gut! Und dabei sehr gute Gespräche mit dem “Chef” von ADAK – diesmal ohne Übersetzung, aber wir haben das prima hinbekommen. Am Nachmittag dann das Abschlussgespräch mit ADAK in ihrem Büro. Wir haben noch einmal sehr intensiv über konkrete Projekte gesprochen – da sind mittlerweile auch viele Ideen zusammen gekommen. Zum Abschied habe ich 2 der berühmten Pfeiffen aus Tabarka bekommen und was mich sehr gerührt hat: Eine davon ist für die Familie meines verstorbenen Freundes und Kollegen Lutz Kremer. Das ist auch der Grund warum ich bereits Morgen abreise – ich will schlichtweg bei der Beerdigung meines langjährigen Freundes sein.
Heute Abend haben mich dann noch Amal und ihr Bruder im Hotel besucht und wir haben noch 1 1/2 Stunden über die aktuelle Situation und die daraus resultierenden Notwendigkeiten gesprochen. Alles in allem ein wunderbarer letzter Tag eines leider verkürzten Besuches in Tabarka.
