Besuch der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort

Gelungenes Beispiel für Stadterneuerung und Klimaschutz

Auf Einladung des Verbandes Garten- und Landschaftsbau NRW haben die beiden Abgeordneten Dietmar Bell und Karl Schultheis am 14. Oktober die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort besucht. Bei einer geführten Besichtigung über das Gelände der ehemaligen Zeche Friedrich-Heinrich konnten sich die beiden Abgeordneten ein ausführliches Bild davon machen, wie die Landesgartenschau genutzt worden ist, ein ehemaliges nichtöffentliches Zechengelände in einen für die Öffentlichkeit begehbaren Naherholungsraum zu verwandeln. Auch die städtebaulichen Pläne für die Nachnutzung von Teilen des Geländes wurden umfassend dargestellt.

„Das ist schon ein tolles Beispiel dafür, wie mit den Möglichkeiten einer Landesgartenschau Stadtentwicklung auf einer ehemaligen Industriebrache entwickelt werden kann und damit für die Stadt eine hohe qualitative Entwicklungsperspektive entsteht,“ erläutert Karl Schultheis im Nachgang der Besichtigung.

„Hier wird auch erkennbar, dass Stadtentwicklung heute den steigenden Anforderungen des Klimawandels in unseren Städten begegnen muss, das ist hier eindrucksvoll gelungen,“ so Dietmar Bell.

Nach der Besichtigung kam es zu einem ausführlichen Gedankenaustauch mit dem Präsidenten des Verbandes GaLaBau NRW, Herrn Leonhards und dessen Geschäftsführer Herrn Lau. Dabei stand die Problematik des Fachkräftemangels ganz oben auf der Agenda.

„Wir werden die Bemühungen des Verbandes zur Nachwuchsgewinnung auch weiterhin nachhaltig unterstützen. Das betrifft sowohl den Bereich der beruflichen, aber auch den Bereich der akademischen Ausbildung. Hier musss in NRW dringend nachgebessert werden. Es ist nicht akzeptabel, dass die Zahl der Studienabsolventen und -absolventinnen in NRW vergleichsweise gering ist und es in NRW keinen Standort für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs gibt, so die beiden Landtagsabgeordneten.

Intensiv wurden auch die Themen der Dachbegrünung und Fassadenbegrünung als mögliche Maßnahmen zur Hitzereduzierung und Wasserspeicherung besprochen. Hier zeigten sich beide Abgeordneten über die ausgestellten Praxisbeispiele erfreut.

Zum Ende des Besuches übernahmen beide Abgeordnete noch eine Baumpatenschaft auf dem Zechengelände. „Unser Dank gilt allen engagiert Beteiligten an dieser Landesgartenschau – sie ist ein beeindruckendes Beispiel des Strukturwandels in NRW“, so die Abgeordneten abschließend.