BellBialasNeumann: „Großer Schritt voran!“

NRW-Integrationsplan verabschiedet

Ein von SPD und Grünen vorgelegter Integrationsplan für Flüchtlinge, war heute Gegenstand
der Plenardebatte. Mit dem Integrationsplan wird das Ziel einer umfassenden
gesellschaftlichen Teilhabe aller zu uns kommenden Menschen verfolgt. Dafür hat heute der Landtag bundesweit das erste umfassende Konzept für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration der Neuzugewanderten verabschiedet. In NRW wird dabei auf die bereits vorhandenen integrationspolitischen Strukturen zurückgegriffen. Die Kommunalen Integrationszentren (KIs) werden gezielt verstärkt, um die gestiegenen Herausforderungen vor Ort zu bewältigen.

BellBialasNeumann dazu heute in einem gemeinsamen Statement in Düsseldorf: „Wir gehen in NRW mit dem nun verabschiedeten Integrationsplan einen großen Schritt voran. Für die gesellschaftliche Teilhabe der zu uns geflüchteten Menschen müssen vielfältige Voraussetzungen erfüllt sein, die wir nun in einem Gesamtkonzept miteinander verknüpft haben. Denn gelingende Integration ist eine Querschnittaufgabe.“

Da Ankommen mehr als Sprache erfordert, werden Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen an Integrationskurse gekoppelt. Die Integration Points werden neben den Integrationszentren zu wertvollen Schnittstellen für gelingende Bildungs- und Arbeitsmarktintegration. Eine zentrale Rolle spielt die Zivilgesellschaft, die bisher großartige Arbeit geleistet hat.
Spracherwerb, Bildung und Ausbildung sind die zentralen Voraussetzungen für eine gelingende Integration. Jeder Geflüchtete erhält ein individuelles Bildungsangebot, um möglichst einen Bildungs- oder Ausbildungsabschluss zu erreichen. Ebenso wird das Zusammenleben in den Stadtquartieren mit den Ausbau der lokalen Strukturen gestärkt.
Um die Maßnahmen umsetzen zu können, wird der Landtag einen neuen Nachtragshaushalt für 2016 verabschieden. Enthalten sind darin u.a. folgende Punkte:

  • 400 zusätzliche Lehrerstellen für Berufs- und Weiterbildungskollege
  • 40 halbe Stellen bei den Stadtsportbünden für Integrationsarbeit
  • zusätzliche Stellen in den Kommunalen Integrationszentren
  • Stärkung des Wegweiser-Programms
  • zusätzlich 1,25 Millionen Euro für z. B. Interkulturelle Kunst
  • 700.000 Euro mehr für die Förderung der Volkshochschulen.

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