Bell: „Ladenöffnungszeiten sind nur im Dialog zu regeln und nicht mit der ideologischen Brechstange“

Im Rahmen der Anhörung zum „Entfesselungspaket I“ ging es heute nicht zuletzt auch um eine Änderung der Ladenöffnungszeiten. Dietmar Bell nahm als Mitglied des Wirtschaftsausschusses daran teil.

„Die von der Mitte-Rechts-Koalition geplanten Änderungen an den Ladenöffnungszeiten fördern Rechtsunsicherheit und belasten die Beschäftigen und deren Familien. Die Gründe, die eine Ausnahme vom Sonntagsschutz rechtfertigen sollen, sind juristisch angreifbar und entlasten die Kommunen nicht dabei, die Ausnahmen vor Ort rechtssicher zu begründen. Um das Umsatzinteresse vor allem großer Einzelhandelsketten zu bedienen, müssen zuallererst gering bezahlte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel ihre freie Zeit opfern.

Fraglich ist auch, wie die CDU das „C“ in ihrem Namen erklärt, wenn die kirchlichen Verbände die Sonntagsruhe als christlichen Wert verteidigen. Hier zeigt sich einmal mehr die Ideologie der Mitte-Rechts-Koalition: Marktentfesselung auf Kosten der Beschäftigten und ihrer Familien. Das lehnen wir ab! Stattdessen sollte der bis vor kurzem geführte Dialog zwischen Gewerkschaften, Handel, Kirchen und Politik wieder aufgenommen werden, um zu einer für alle Seiten akzeptablen Lösung bei der Sonntagsöffnung zu kommen.“