„Der Gedenktag zum Brandanschlag in Solingen ist für uns Mahnung und Verpflichtung“

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW hat heute zu Beginn ihrer Sitzung mit einer Schweigeminute an die Opfer des Brandanschlags von Solingen vor 25 Jahren gedacht.

Der Solinger Abgeordnete Josef Neumann hat dann das schreckliche Geschehen vor 25 Jahren und die Stimmung in der Stadt noch einmal eindrücklich geschildert. Zum Gedenktag erklärt Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion:

„Der 29. Mai 1993 zählt zu den schwärzesten Tagen in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen. Rechtsextreme haben damals das Wohnhaus der Familie Genc angezündet, fünf Menschen türkischer Herkunft fanden dabei den Tod. Die Eltern verloren zwei Kinder, eine Nichte und zwei Enkelinnen. Und trotzdem haben sie sich sofort für Verständigung und Versöhnung eingesetzt und haben sich nicht durch den Hass brechen lassen.

Diese Tat war aber auch ein Anschlag auf die Demokratie, auf das friedliche Zusammenleben der Menschen in unserem Land. Es waren Fremdenfeindlichkeit und rassistisches Denken, die die Täter damals antrieben. Diese Gefahr ist nicht gebannt, die Gewalt und der Hass sind da – sie zeigen sich jeden Tag in menschenfeindlichen Äußerungen, in brutalen Drohungen, in Angriffen auf Leib und Leben.

Heute gilt wie damals: Alle demokratischen Parteien haben die Verpflichtung, entschlossen jeder Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus entgegenzutreten. Das sind wir den Opfern Gürsün Ince, Hatice Genc, Gülüstan Öztürk, Hülya Genc und Saime Genc schuldig.“